Impuls zu Joh 20,19-31

08.04.2018         

Diese Ostererzählung ist eine wahre Offenbarung für unser Jünger*in-Leben.  Erst einmal betont sie, dass die Apostel sich am 1. und 8. Tag treffen – das ist der Sonntag, der Tag der Auferstehung. Auch damals fehlte schon einer beim sonntäglichen Christen-Treffen: 1 von 11 – heute ist die Fehlquote eher umgekehrt: es kommt 1 von 11.

Sie treffen sich aus Angst hinter verschlossenen Türen (also mehr Angsthasen als Osterhasen): auch heute sind viele Christ*innen ängstlich und verschlossen. Trauen sich nicht, über ihren Glauben zu sprechen – weil sie vielleicht belächelt werden. Aber Jesus will Gemeinschaft mit uns, Er will mit uns sprechen – auch durch die Ostergeschichten. Ja, Er will uns senden (Messe heißt Sendung!). Dazu brauchen wir den immer neuen Empfang des Hl. Geistes – lassen wir uns von Ihm anhauchen – und ein Mega-Thema – auch heute in der Welt im Kleinen wie im Großen –  ist Vergebung.

Thomas verpasst was, und redet sehr modern: ich glaube nur, was ich sehe. Hm, es gibt schon in der natürlichen Welt viel mehr als wir sehen können. Doch stark, wie Jesus auf seine Zweifel eingeht, aber Thomas weiterführt: „Selig, die nicht sehen und doch glauben.“ 

Ja, und Thomas ließ sich weiterführen – er wurde der Überlieferung nach sogar noch Missionar in Indien.

Zweifel haben auch eine gute Seite: sie bewahren vor blinder Naivität und vor jeder Form von Fundamentalismus.  Manchmal würde ich mir auch in anderen Lebensbereichen, auch in der Politik und in der Wirtschaft mehr Zweifel wünschen. Da gibt es ja auch kaum hinterfragte Dogmen wie: Der Markt regelt alles oder Nur durch immer mehr Wachstum gibt es Fortschritt.

Doch wer immer nur zweifelt, bleibt oft im Kopf – und kommt weniger zum Handeln. Im Glauben an Jesus geht es um ein Sich-Einlassen, um eine Beziehung (viele machen aus dem Glauben leider nur eine Theorie). Und aus dieser Beziehung folgt die Sendung: „Wie mich der Vater gesandt hat (Beziehung), so sende ich euch“. Der Glaube will gelebt werden! Z.B. Vergebung praktizieren! Das hat auch eine immense politische Dimension: hinter vielen Weltkonflikten steht mangelnde Vergebungsbereitschaft. Dafür: Rache, Vergeltung, Machtstreben.

Mich fordern die österlichen Erzählungen und die Berichte in der Apostelgeschichte über die ersten Christ*innen  heraus: wo stehe ich, wir heute in unserem Jünger-Leben in der Nachfolge Jesu. Es ist faszinierend zu sehen, wie aus Angsthasen durch die Kraft des Heiligen Geistes Persönlichkeiten werden, die sozial neue Formen wagen („alles gemeinsam“ Apg 2,44 und 4,32-37)  und durch die Zeichen und Wunder (z.B. Apg 2,43 u. 3,5ff) geschehen.

Impuls-Fragen

  • Was fördert uns, dass der Glaube vom Kopf auch mehr ins Herz und in die Hände kommt? Wie können wir Blockaden überwinden?
  • Der Heilige Geist war die persönlichkeits-, gemeinschafts- und weltverändernde Kraft der ersten Jünger*innen: was könnte sich in unserem Christ-Sein revolutionieren, wenn wir weniger auf die heutigen Befindlichkeiten und unsere Bedürfnisse schauen, sondern mehr auf den Heiligen Geist und das verwandelte Leben biblischer Figuren?

 

Was wir von den Emmaus-Jüngern lernen können?

02.04.2018         1 Kor 15,1-8.11 / Lk 24,13-35

Jesus erklärte den Sinn der Schrift, so dass das Herz brannte. Damit wir den Sinn der Schrift verstehen, ist wichtig, tatsächlich regelmäßig darin zu Lesen (z.B. jeden Tag einen Psalm und 10 Verse eines Evangeliums) und es betend zu tun. Dann können Worte wirklich zu sprechenden Worten werden.

Viele fragen sich z.B., wieso es nach der Erlösung am Kreuz immer noch so viele Probleme gibt. Nun – das wird auch gar nicht verheißen. Jesus prophezeit die Zerstörung des Tempels, und dass es viele Kriege und auch Hungersnöte und Erdbeben geben wird. Erlösung geschieht persönlich, und dafür muss ich mich öffnen…wie die Emmausjünger.

Die gehen traurig und reden über die Vergangenheit…so wie das heute auch viele tun. Doch Jesus geht ihnen hinter her. Wir dürfen sicher sein, Jesus, die Liebe Gottes, ist hinter jedem Menschen her! Darum ist es so wichtig, gerade auch wenn man sich gottverlassen fühlt, wirklich umzukehren. Vielleicht erstmal innezuhalten und die Blickrichtung zu wechseln.

Und die Emmaus-Jünger machen das einzig richtige, sie laden Jesus zu sich ein. Lade Jesus immer neu in Dein Herz ein. Ja, er will auch dir das Brot brechen, mit dir Mahl halten, dich innerlich sättigen und aufbauen.  „Ich steh an Deiner Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und mir öffnet, werde ich mit ihr oder ihm Mahl halten“  (Offb 3,20).

Wenn wir ehrlich sind, hört jeder Mensch immer wieder das Klopfen. Viele überhören es, manche verschließen sich noch mehr. Doch wir sind eingeladen, uns immer wieder zu öffnen. Gott gegenüber auf Empfang zu gehen. Und von Gott können wir empfangen: inneren Frieden, neue Hoffnung, Stärkung, Inspiration usw.

Im Grunde bietet jeder Gottesdienst die Möglichkeit, die Erfahrung der Emmaus-Jünger zu machen. Wir kommen so, wie es uns geht. Und öffnen uns für den Sinn der Schrift, für Weisheiten und Offenbarungen der Bibel. Aber es genügt nicht, dass nur unser Herz brennt, wir müssen Jesus einladen in unser Leben, ja wie die Emmausjünger Ihn drängen zu bleiben. In der Kommunion wird uns das Brot gebrochen. Mit einem brennenden Herzen können auch uns die Augen aufgehen und können wir Ihn darin erkennen.  Und wie die Emmaus-Jünger sollen wir uns dann –Messe heißt Sendung- auf den Weg machen und anderen bezeugen, was wir erlebt und erfahren haben.

In der Osterzeit sollen wir nicht nur Ostereier suchen, sondern Jesus. Viele Heilige bezeugen: Wenn wir Ihn auf allen Wegen suchen, werden wir Ihn überall finden. Halleuja. Der Auferstandene ist nicht dem ganzen Volk erschienen, sondern Frauen und Männern, Jünger*innen, die Ihn gesucht haben  (z.B. am Grab) und über Ihn geredet haben (wie die Emmaus-Jünger). Und krass:  Paulus sogar, der Ihn verfolgt hat – auch er hat sich mit Ihm beschäftigt (wie es auch manch Atheist heute tut). Immer neue Ostererfahrungen werden unseren Glauben stärken. Und die Welt, gerade auch wie sie aktuell aussieht, wartet nur darauf, dass wir lebendige Zeugen göttlichen Lebens, göttlicher Liebe  sind: mit Wort und Tat.

 

Im Wandlungs-Prozess

29.03.2018          Gründonnerstag

Wenn wir die Bibeltexte in der Fastenzeit und dann in der Osterzeit auf uns wirken lassen, fällt auf, dass sie immer wieder den Entwicklungsweg eines Jüngers , einer Jüngerin betonen, den alten Menschen abzulegen mit seinen Gewohnheiten und den neuen anzuziehen: Jesus Christus.

Gründonnerstag begegnet uns der Jünger Judas, voll krass: 3 Jahre mit Jesus zusammen – im Grunde mitgelaufen, ohne den Erneuerungs-Weg zu gehen. Er war nicht ehrlich, nahm Geld aus der Kasse und verrät Jesus mit einem Kuss. Jesus hat ich nicht bekehrt,  auch nicht seinen Selbstmord verhindert. Judas ging den Weg der Selbst-Erlösung, die im Selbstmord endete. Wäre er wie Petrus, der Jesus 3x verleugnet hat, zu Jeus umgekehrt, gewiss hätte er wie Petrus den Wandlungs-Weg vom alten zum neuen Menschen finden können.

Es ist in dem Zusammenhang interessant, dass Jesus, der Menschen- und Gottes-Sohn, auch an seine Grenzen stieß. Er tat sich schwer mit den damals Frommen, den Pharisäern und Schriftgelehrten – mit vielen Streitgesprächen und wenigen „Bekehrungen“.  In seiner Heimatstadt Nazareth konnte er wegen ihres Unglaubens dort kaum ein Wunder wirken. Und die Besatzer, die Römer – die Messias-Hoffnung, sie aus dem Land zu schmeißen – erfüllte er auch nicht. Jesus kommt an seine Grenze bei der Freiheit des anderen, auch wenn diese Freiheit großes Missverhalten beinhaltet. 

Doch das bedeutet umgekehrt: wenn wir uns in Freiheit auf Ihn einlassen, dann wird Neues, Anderes möglich. Dafür steht der Neue Bund, den wir heute im Abendmahl feiern. Was haben sich schon Menschen den Kopf zerbrochen, was mit den Gaben von Brot und Wein passiert. Christen haben sich gespalten über diese Frage.  Klar ist, was da geschieht, geschieht im und durch den Hl. Geist. Doch vielleicht sollten wir nicht nur auf den Altar schauen, sondern bewusst auf uns und Jesus: das Ziel der Kommunion ist ja, dass wir verwandelt werden, dass Jesus in uns und durch uns immer sichtbarer und lebendiger wird. Zu diesem Verwandlungsprozess sind wir alle als Jünger*innen Jesu eingeladen. Das ist Persönlichkeitsentwicklung und Charakterschule vom Feinsten, wenn wir Jesus im Denken, Reden und Handeln immer ähnlicher werden. Wir können es nicht machen, schon gar nicht selber machen, sondern es zulassen, sich dafür öffnen und Jesus und Seinen Geist immer mehr empfangen.   

Dafür steht heute auch die Fußwaschung: Als Petrus es nicht zulassen wollte, sagte Jesus: „Dann hast du keinen Anteil an mir.“ Ich war mal positiv äußerst überrascht als ich mit Christen zusammen war, die, wenn sie anderen im Gebet in ihren Nöten, Krankheiten und Schwierigkeiten dienten, ihnen anboten, ihnen die Füße zu salben. Äußerst wohltuend. Und die – für protestantisch geprägte Christen äußerst ungewöhnlich – täglich das Abendmahl feierten mit der Begründung: laut Neuem Testament haben die ersten Christen auch z.T. täglich das Brot gebrochen.  Wir brauchen Jesus als Nahrung, Kraftquelle und zum geistlichen Wachstum.   

 

 

Laetare – sich freuen

10.03.2018          Joh 3,14-21

Der heutige Predigtsplitter ist dem Impuls-Vorschlag unserer Hauskirchen entnommen.

Die wenigen Verse sagen Entscheidendes über unser Gottesverständnis und unseren Glaubensweg – und damit auch über unsere Weltsituation. Gott will retten, nicht richten! Gott hat in der Hingabe Jesu nicht nur seine Liebe ausgedrückt, sondern uns den Weg der Erlösung aufgezeigt: dass wir an Jesus glauben. Er ist das Licht der Welt. Doch dieser Glaube ist keine Theorie, sondern zeigt sich in der Praxis. In der Praxis lieben die Menschen leider die Finsternis mehr als das Licht, weil ihre Taten böse sind und sie nicht wollen, dass sie aufgedeckt werden. Ja, das ist unsere Weltsituation – mit viel Finsternis. Auch die Kirche und keine*r von uns ist frei davon. Im Grunde ein starker Aufruf in der Fastenzeit zu tieferer Umkehr und Erneuerung. Was aber gilt es zu tun, um ans Licht zu kommen? Die Wahrheit zu tun! Was für eine Botschaft im Zeitalter von fake news. Aber wer weiß es nicht von sich selber, wo sie oder er nicht stimmig ist. Wieviele belügen auch sich selber?!

Aber es geht um mehr als Moral: es geht um den Glaubens-Weg in der Nachfolge Jesu.  Jesus sagt von sich: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14,6). Die Wahrheit ist auch eine Person – ja die Person – der Sohn Gottes! Glauben drückt sich in der Jesus-Nachfolge aus. Das ist ein völlig anderer Lebensstil als der in der Welt (und oft auch in der Kirche) übliche. Er drückt sich aus in Taten, die in Gott vollbracht werden. Taten, die in Gott vollbracht werden, sind Taten, die Du nicht einfach aus eigener Kraft und Leistung voll bringen kannst, sondern nur mit und in Ihm – im und aus Glauben! Denn unser Weg zum Licht geht nicht über Selbst-Erlösung – das versuchen ständig die Menschen und scheitern – sondern durch die Annahme der Erlösung durch Jesus Christus im Glauben. Im Grunde ein wunder-schöner Weg, weil wir uns nicht alleine abstrampeln müssen, sondern im Zusammenwirken und Leben mit Jesus.

 

Impulsfragen

  • Wir alle erleben Licht, Finsternis, Blendwerk, Schein, Dunkelheiten, Dämmerzustände: wo geht mir aktuell bei den Worten Jesu ein Licht auf?
  • Wir sind berufen Licht in die Welt zu bringen – und fühlen uns dabei oft überfordert bei den vielen Baustellen: wo ertappen wir uns beim Fehlversuch der Selbsterlösung? Wo erleben wir Er-Lösungen?

 

Karnevals-Sonntag 11.02.18 

Versmaßpredigt zu Mk 1,40-45    

Auch geeignet für die Fastenzeit: Umkehr zum…Lachen                                        

Liebe Freunde, liebe Feinde,

liebe närrische Gemeinde!

Das Evangelium ist eine frohe Botschaft,

und die Freude an Gott ist unsere Kraft.

Lachen ist gesund,

es öffnet nicht nur den Mund,

die Muskeln werden durchgeschüttelt,

der ganze Körper wird gerüttelt.

Lach dich frei – eins, zwei, drei.

Die Leute kamen von überall her zu Jesus, weil Er heilte.

Durch Ihn sie die auch körperlich spürbare Liebe Gottes ereilte.

Jesus hatte Mitleid – vielleicht lachte Er den Aussätzigen an.

Was Lachen alles bewirken kann.

Ein Kind lacht 400 mal am Tag.

Ein Erwachsener nur 20 mal – welch eine Plag.

Hallo mein Schatz,

hast auch Du einen Lach-Aussatz?

So einen Lach-Aussetzer

Das ist kein christlicher Fetzer.

Religiöse Fanatiker lachen fast nie – sie gleichen da eher dem Vieh.

Ein Unterschied zwischen Mensch und Tier,

lachen tun nur wir.

Die Bibel spricht beim Beten vom Singen, Jauchzen, Klatschen und Tanzen,

sich also nicht einfach in den Kirchenbänken verschanzen.

Wenn wir heute 3 Kinder taufen,

dann wollen wir dass sie lernen im Glauben zu laufen.

Ihr Eltern, lächelt sie an und gebt die Freude Gottes weiter,

Mit Gott werden eure Möglichkeiten breiter.

Bei Gott ist Wonne für alle Zeit!

Also – seid Ihr bereit?

Darum – wir lachen das!

So macht das Leben und der Glauben Spaß.

Heute gibt es schon Lach-Yoga und Lach-Schulen,

da gehen sie hin, die Ober-Coolen.

Ich geh in die Kirche und lach mich tot,

gerade wenn ich unsere Kirche sehe in ihrer Not.

Unsere Kirche ist das beste Kabarett.

Da kriegt ein jeder ab sein Fett.

Darum – sei kein Tor

Über sich selber lachen können ist der beste Humor.

Jeder hat einen Vogel – wer das nicht weiß

der hat schon 2, ja dann wird`s heiß.

Der Vatikan –  Spitzen-Männer-Ballett.

So ein Bischofskostüm – voll adrett. 

Papst Franziksus will da manches ändern

Und bekommt viel Ärger von denen in traditionellen Gewändern.

Schon der Hl. Philipp Neri machte über Kardinalskostüme Witze,

Philipp Neri, ein Gottes-Narr voll glühender Hitze.

Bei Prozessionen machte er Musik mit Töpfen und Pfannen,

und sie so die Herzen der Menschen von der Straße gewannen.

Dieser göttliche Komödiant umarmte oft Kranke,

und sie erlebten immer wieder Heilung mit göttlicher Flanke. 

Bei einem krassen Fall, dem damaligen Papst, stieg er gar in Bett,

das fand dieser anscheinend überhaupt nicht nett.

Er sprang heraus und war geheilt.

Paradoxe Intervention – göttliche Heilung erteilt.

Aussatz ist nicht das letzte Wort.

Schicken wir sie im Namen Jesu fort!

Jesus hatte Mitleid – und wandelte das Leid in Freude.

Haben auch wir Mitleid – und verwandeln die Leute.

Lachen ist da beste Medizin. 

Sie wirkt in Jerusalem, in Nairobi und auch in Berlin.

Nehmen wir sie täglich ein und teilen sie aus,

damit machen wir dem Hass und jeder Gewalt den Garaus. 

Darum jedem Mann jeder Frau

Ein dreifach kräftiges Helau Helau Helau.

Und uns als Berlinern im Hier und So

Sagen wir berlinerich HeiJo HeiJo HeiJo. 

Statt Impulsfragen 2 Impulse

  • Lacht euch an und lacht euch aus (doppelsinnig: natürlich meine ich nicht, dass ihr einander auslachen sollt, sondern euch gemeinsam auslachen sollt).
  • Lacht Gott an und lasst euch von Ihm anlachen…vielleicht bekommt Ihr ja eine Lach-Salbung des hl. Geistes…äußerst wohltuend. Einfach jauchzen…nicht unter 5 Minuten. HaHaHa-lelu-Ja

 

 

Taufe des Herrn

07.01.2018         Mk 1,7-11          Die Taufe erneuern, indem wir Gottes Verheißungen annehmen

Wir erneuern heute unsere Taufe, indem wir das Taufversprechen erneuern. Bei euch Kommunionkinder haben es Eure Eltern und Paten für euch gegeben, jetzt wollen wir es mit den Erwachsenen gemeinsam erneuern.

Zuerst antworten wir auf die Frage: Widersagt Ihr dem Bösen, um in der Freiheit der Kinder Gottes zu leben? Wir widersagen!

Das ist leicht gesagt, aber bekanntlich im Alltag oft gar nicht so leicht. Einer sagt dir ein böses Wort …..und wir reagieren….Wir begegnen ständig Versuchungen zum Bösen: das kann die Versuchung zur Trägheit sein, die Versuchung, nach Enttäuschungen aufzugeben. Auch Angst kann eine Versuchung sein. Auch Verbitterung. Alles menschlich verständlich, aber wir geben dem Bösen Raum. Wir schaden uns damit leicht selbst. Die Bilder der Bibel für das Böse und den Bösen sind äußerst aktuell: der Durcheinander-Werfer – der Räuber und Zerstörer – der Ankläger – der Vater der Lüge. Die Bibel spricht von einem stummen Geist, von einem unreinen Geist, die uns fesseln können. Widersagen ist die Kunst, Nein sagen zu können. Spirituell hilft es, sich im Namen und der Kraft Jesu wirklich loszusagen von Negativem, das man in sich wahrnimmt.

Positiv drücken wir dann unseren Glauben aus: Glaubst du an Gott, an Jesus, den Heiligen Geist? Die Antwort „Ich glaube“ bedeutet „Ich vertraue“, „Ich vertraue mich an“. Darin steckt auch „Ich gelobe“ im Sinne von „Ich verspreche und ich bekenne“. Sehr pointiert drückt es das lateinische Credo aus: es kommt von cor do: Ich gebe mein Herz.  Vom Wort Credo kommt auch unser Kredit: ja, es hat was, Gott einen Kredit zu geben, einen Vertrauensvorschuss.

So wie ich täglich widerholt dem Bösen widersagen muss, weil es ja ständig Gelegenheiten dazu gibt, so gilt es auch, immer wieder zu Gott und dem Glauben umzukehren. Jesus in den Herausforderungen des Alltags immer wieder zu sagen: Ich vertraue Dir.  Es ist ein Unterschied, ob ich gläubig bin oder glaubend durch den Alltag gehe. Unser Fehler ist oft, dass wir den Glauben zu statisch sehen anstatt dynamisch mit dem Wirken Gottes  zu rechnen. Ja Gott wirklich zu suchen und Ihn zu fragen in den Herausforderungen des Alltags.

In einem Lied heißt es so provozierend schön: selbst wenn Du nicht an Gott glaubst, Gott glaubt an dich!  Ja, Gott schenkt uns einen Kredit, Er ist mit uns Menschen ein Risiko eingegangen. Gehen wir auf diesen „deal“ ein. Es geht natürlich um mehr al einen deal, es geht um Liebe, um die Liebe. Gott ist die Liebe. Die Taufe ist der Einstieg in den Taufbund, das 1. Sakrament, was unser Verhältnis  zu Gott ausdrückt. Wir sind eingeladen, mit Gott wirklich in Beziehung zu leben, in Freundschaft, in Partnerschaft – ja die Bibel vergleicht es sogar mit dem Ehebund. Ja, und Gott macht uns Versprechungen, Zusagen: die Bibel enthält Tausende von Verheißungen. Es liegt an uns, sie zu entdecken und auszuprobieren. Und diese Verheißungen sind partnerschaftlich aufgebaut, wie ein Vertrag: es gibt etwas was ich tun muss – was Gott nie für mich tun wird, und es gibt etwas, was Gott tut, was wir auch gar nicht selber können. Dies tiefer zu verstehen und sich entsprechend zu verhalten, kann unser ganzes Leben verändern und bereichern. Dann werden auch wir den Himmel offener erleben – und wir tauchen (taufen kommt von tauchen) immer mehr ein in die geistige Welt von Feuer und Geist. 

Nehmen wir eine kurze Verheißung: „Die Freude an Gott ist unsere Kraft.“ Leider haben viele ein fatalistisches Gottesbild und denken: Klar Gott kann mir Kraft geben…Wenn Er denn will. Das steht da aber nicht….und darum erleben viele es auch nicht. Nein, indem wir uns an Gott freuen – das ist unser Part – setzen wir die Kraft Gottes frei!  In Psalm 37,4 heißt es ganz ähnlich: „Freu dich inniglich an Gott, dann gibt Er Dir, was Dein Herz begehrt.“ Eine phantastische Verheißung.  Gott gibt uns nicht einfach, was unser Herz begehrt. Viele unserer Bitten werden nicht erhört, zumindest nicht so, wie wir wollen. Doch indem wir uns inniglich an Gott freuen, lassen wir uns tiefer auf Ihn ein, schauen, was Ihm gefällt: dabei verwandelt und erweitert sich unser Herz mit all seinem Begehren auch in Gottes Wünsche und Begehren und wird von Gott erfüllt. Und Gott ist so großartig, dass wir voll beschenkt werden.

Dieses Prinzip steckt auch hinter einer zentralen Verheißung Jesu: „Suchet zuerst das Reich Gottes und Seine Gerechtigkeit, dann wird Euch alles andere dazu gegeben“ (Mt 6,33). Wie oft ertappe ich mich, wie ich mein Reich und meine Gerechtigkeit suche, auch in meinen Bitten an Gott. Doch indem ich die Priorität praktiziere: Gott zuerst, setze ich das Wirken Gottes frei!   Und werde selber auch beschenkt. Denn wer gibt, empfängt! Auch eine klare Verheißung.

Unser Leben in dieser Verbindung zu gestalten, öffnet den Himmel. Gott verheißt in der Bibel nirgendwo, dass es keine Probleme und Schwierigkeiten gibt, sondern Er verheißt, dass Du in Ihm immer einen Ausweg findest. Nutzen wir das Neue Jahr, indem wir jeden Tag eine neue Verheißung in der Bibel entdecken und freisetzen. Dafür hat Gott sie uns ja gegeben, dass wir diese App anwenden. Das wird zu einem großen Segen für ganz viele.

 

Dreikönig 2018

06.01.2018 Mt 2,1-12       Schenken und beschenkt werden mit Gold-Weihrauch und Myrrhe

Biblische Erzählungen sind immer voller Lebens-Symbolik. Die Schätze der 3 Weisen sind kostbare Gaben, von denen wir alle leben. Gold steht für das, was mir am Kostbarsten ist: Zeit, mein eigenen Leben usw. Wenn wir heute den Neujahrsempfang feiern mit dem Dank für allen Einsatz in Christophorus, dann wissen wir: unsere Gemeinde und alle Projekte leben auch von Geld – ja wir brauchen aktuell für Pallotti-Mobil und Projekt Zukunft wirklich frisches – ja wir leben von der Zeit und dem persönlichen Herzblut, das Menschen hier einbringen. Weihrauch steht für Wohlgeruch: er steigt auf. Die Bibel kennt das Bild, dass unser Gotteslob wie Weihrauch aufsteigt. In der Tat wissen wir, wo etwas stinkt oder die Luft stickig wird. Doch dort, wo gebetet wird, dort, wo wir uns auch gegenseitig anerkennen, danken und loben ist es wie ein Wohlgeruch. Myrrhe ist ein Harz, das man auch zum Weihrauch benutzen kann, aber als Salbe auch desinfizierend. Es ist zunächst bitter, unser Wort murren kommt daher. Bildlich gesprochen steht es also für etwas, wo ich mich zunächst überwinden muss, um im 2. Schritt die positive Wirkung zu erleben. Schade, wieviele nach dem 1. Schritt aufgeben…Mit Myrrhe hat man früher auch Tote einbalsamiert: auch wir wollen die Verstorbenen des letzten Jahres ehren, im Vertrauen, dass die Liebe stärker ist als der tod. Und Gott ist die Liebe.

Der Clou ist ja, dass Gott uns diese Schätze alle selber gibt. Gold – Gott schenkt uns sein Kostbarstes, Jesus, seinen Sohn. Weihrauch – Gott will uns ehren, denn Gott liebt uns. Das zu glauben , fällt vielen so schwer. Es ist oft leichter, einen abstrakten Glaubenssatz zu glauben als dass Gott sich persönlich wohlwollend für mich interessiert. Jesus sagt einmal: „Warum sucht ihr die Ehre bei Menschen und nicht bei Gott?“ Ehre suchen: wir wissen, wie in unserer Welt Status-Symbole eine Rolle spielen, Marken-Klamotten, Smartphones usw. Gibt es einen besseren Status als Kind Gottes? Gibt es eine bessere Marke als Freund*in Gottes? Ggibt es eine bessere Kommunikation als mit dem Vermittler schlechthin, dem Hl. Geist? Ja und Myrrhe als Salbe steht in der Bildersprache der Bibel immer auch für den Hl. Geist. Ohne dieses Öl, diese Salbung läuft vieles gar nicht…

Darum nehmen wir diese Schätze Gottes an…und schenken wir sie weiter: es wird wirklich ein Wohlgeruch aufsteigen. Der scheinheilige König Herodes mit seinem Kindermord aus Konkurrenz-Angst steht für die Welt, wie sie leider auch sein kann. Die 3 Weisen, die mit der Sehnsucht ihres Herzens dem Stern (dem Licht in der Finsternis!)   folgen und auf ihre innere Stimme mehr hören als auf den machtgierigen König stehen für unseren Glaubensweg: Gott, das Licht suchen, indem wir immer neu aufbrechen, uns auf den Weg machen. Und im Schenken unserer Schätze entdecken, wie sehr wir selber beschenkt werden.

 

Heilige Nacht 2017

24.12.2017                          Lk 2,1-14                         

Der Predigtsplitter ist dem Impuls für unsere Hauskirchen entnommen.

Gott will mit uns Menschen Heilsgeschichte schreiben. Das drückt das Weihnachts-Evangelium massiv aus. In der Welt gibt es viel Un-Heil. Kaiser Augustus war der römische Besatzer. Steuerlisten für ihn heißt: Ausbeutung Israels. Die Geschichte der Herbergs-Suche ist eine Geschichte von Menschen auf der Straße, die kein Obdach finden und deswegen im Stall wohnen müssen.

 

Bist Du ein Johannes- oder ein Jesus-Jünger?

10.12.2017                          Mk 1,1-8   

Johannes der Täufer ist der Weg-Bereiter Jesu. Eine faszinierende Gestalt, die in der Wüste lebt, um Gott tiefer zu entdecken. Bekleidet mit Kamelhaaren, ernährt mit wildem Honig und Heuschrecken. Er fand seine Berufung darin, an den Jordan zu ziehen und die Menschen zur Umkehr aufzurufen. Seine Botschaft konkret: „Wer 2 Mäntel hat, gebe einen den, der keinen hat.“

 

Wer regiert in Deinem Herzen?

26.11.2017                          Ez 34,11-12.15-17 / Mt 25,31-46

Als die Monarchien langsam abgeschafft wurden, hat unsere Kirche dieses Fest erst 1925 eingeführt. Jesus bekennt, dass Er ein König ist. Sein Königtum sei aber nicht von dieser Welt (Joh  18,36f). Er äußert sich kritisch zu den Herrschern dieser Welt, die sich gern Wohltäter nennen, aber in Wirklichkeit oft ihre Völker unterdrücken. 

 

Impulsgedanken

12.11.2017                          Mt 25,1-13

Man kann sich an dem Text gleich reiben: wäre es nicht christlich, das Öl zu teilen? Ist es nicht unbarmherzig, die Tür verschlossen zu halten? Doch das ist nicht die Ausssageabsicht des Textes: Jesus will seine Zuhörer*innen wachrütteln – „seid wachsam“. Du kannst das Entscheidende verpassen. Es kann zu spät sein. Dabei bist Du zu einer Hochzeit eingeladen!

 

Die frohe Botschaft nicht nur mit Worten verkündigen, sondern mit Vollmacht, Heiligem Geist und voller Gewissheit

22.10.2017                           Thess 1,1-5b / Mt 22,15-21

Mission – eine Sendung haben, message – eine Botschaft haben – unser Wort Messe kommt daher. Leider gab und gibt es viele Formen von Mission, die nicht dem Geist Jesu entsprechen. Der Geist Jesu steht für Freiheit, Nächstenliebe bis zur Feindesliebe, Gerechtigkeit und Frieden.

 

 

Impulsgedanken

08.10.2017                          Mt 21,33-44

Ein erstmal hartes Evangelium, das den Frust Jesu über das Verhalten seines Volkes ausdrückt. Jesus spricht zu den religiös Verantwortlichen und schildert, wie in der Geschichte und jetzt in der Gegenwart mit ihm man nicht die erwarteten Früchte bringt, sondern die Gesandten des Weinbergbesitzers prügelt und sogar umbringt – und zum Schluss sogar den Sohn (Jesus selbst).

Impulsgedanken

03.09.2017                          Mt 16, 21-27        

Ein Evangelium, das erstmal quer liegt, manche unserer Vorstellungen durch-kreuzt. Petrus spricht ja sogar fromm: „Das soll Gott verhüten.“ Doch Jesus sieht in ihm den Versucher und sagt den krassen Satz: „Du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.“  

 

Wie Jesus sich von Ausländer*innen und Anders-Gläubigen weiterführen lassen

20.08.2017                          Mt 15,21-28        

Beeindruckend, dass so ein Text in den Evangelien steht. Er zeigt ja Jesus erstmal unsympathisch: Er hört nicht auf das Rufen der kanaanäischen Frau. Und dann bezeichnet er sich noch als Hund.
Das Evangelium spiegelt den Konflikt unter den ersten Christen: ist das Heil nur für die Juden? Oder für alle Menschen?  

Impulsgedanken

16.07.2017                          Ev Mt 13,18-23

Ein anschauliches Gleichnis, ganz aktuell. Es steht auch bei Mk und Lk. Der Samen ist das Wort Gottes, hier Wort vom Reich (Gottes) genannt. Samen: d.h. es muss erst aufgehen. Auch ein starkes Bild gegen billigen Bibel-Fundamentalismus:

Wie wir Ruhe finden

09.07.2017                          Röm 8,9.11-13  /  Ev Mt 11,25-30                                    

Unsere Bibel ist immer auch eine Offenbarung. In ihr können wir Lebens-Geheimnisse entdecken. Die Klugen und Weisen erkennen das nicht unbedingt, sondern die, die diese Offenbarung praktizieren.

Wir sind der Leib Christi

18.06.2017                          Mt 9,36-10,8                       

Fronleichnam – der lebendige Leib des Herrn. Wenn wir hier auf die Monstranz sehen, der Fuß ist ein Christophorus – ein Christus-Träger. Und die Mitte ist noch leer. So kennen wir das von uns selber: Nicht das Äußere, das Drumrum ist entscheidend, sondern die Mitte.  

Die dreieinige Beziehung leben

11.06.2017                          Ex 34, 4b.5-6.8-9 / Joh 3,16-18                    

Wenn Gott die Liebe ist, kann Gott nicht allein sein. Unser christliches Gottesbild ist Gemeinschaft und Beziehung.  Im Namen unseres Gottes Gewalt auszuüben bedeutet, Gottes Namen zu missbrauchen. Jesus ist gekommen aus Liebe zu uns, nicht um zu richten, sondern um zu retten. 

Geisterfüllt leben

04.06.2017                          Apg 2,1-11 /Joh 7,37-39                   

Wir sehen einen großen Unterschied zwischen den Jünger*innen vor und nach Pfingsten. Und wir dürfen uns fragen: in welcher Phase bewegen wir uns? Sind wir auch noch von Zweifeln und Kleinglauben gehemmt?  

 

„Ihr seid in mir, und ich bin in euch.“  Was wir vom Handy-Kabel lernen können

21.05.2017                          Apg 8,5-8.14-17 / Joh 14,15-21       

Wir feiern heute Erstkommunion. Es heißt Erstkommunion, weil es morgen die Zweitkommunion gibt, nächsten Sonntag hoffentlich die Drittkommunion usw.

 

Wie das Wort wirken und wachsen kann

14.05.2017                          Apg 6,1-7 /Joh 14,1-12   

In der Osterzeit hören wir fortlaufend aus der Apostelgeschichte, wie die ersten Christ*innen immer mehr werden. Überraschend: ohne Gebäude, in Verfolgungssituationen, und heute in der Lesung in Konflikten.   Eine Formulierung taucht immer wieder auf: „das Wort wächst und breitet sich aus.“

Impulsgedanken

30.04.2017                          Joh 21, 1- 14           

Es lohnt sich, in der Osterzeit alle Osterevangelien zu lesen. Sie zeigen beeindruckend die Entwicklung der ersten Jünger*innen durch Zweifel, Angst, Unglauben und Kleinglauben hin zu pfingstlichen geisterfüllten Menschen, durch die selber Zeichen und Wunder geschehen.

Wachsen im Glauben

Ostern 2017                          Mt 28,1-10         

Wie groß ist unser Osterglauben? Wir dürfen menschlich so sympathisch in den Osterevangelien lesen, wie schwer sich die Jünger*innen damit taten. Doch wir hören auch, wie Jesus ihren Kleinglauben tadelt und sie provoziert: „Warum lasst ihr in eurem Herzen solche Zweifel  aufkommen?“

Wandlung (er)leben, den Neuen Bund (er)leben

13.04.2017                        1 Kor 11, 23-26 / Joh 13,1-15       

Jesus wurde von seinen Gegnern auch „Fresser und Säufer“ genannt, denn Jesus pflegte viele Mahlgemeinschaften. Er konnte sich auch wie bei Zachäus selber zum Essen einladen. Seinen Followers gab Er den Rat, auch die zum Essen einzuladen, die es Dir nicht vergelten können, z.B. Arme.

Impulsgedanken

19.02.2017                        Mt 5,38-48

Ist das nicht alles übertrieben? Kann man das leben? Damit Politik machen? Mahatma Gandhi hat die Bergpredigt immer bei sich getragen. Gerade diese Zeilen haben ihn inspiriert in seinem Einsatz für die Befreiung von der englischen Kolonialmacht.

Jesus möchte, dass wir groß werden im Reich Gottes

12.02.2017                        Sir 15,15-20      Mt 5, 17-37    

Mit Bibeltexten ist es wie mit der Musik: die Vorzeichen sind wichtig, sie bestimmen die Tonart. Die Vorzeichen und die Grundkoordinaten der Bibel sind, dass Gott die Liebe ist und das Heil aller Menschen will. .

Ausschnitte aus der Heiligen Messe zum Bibelsonntag

29.01.2017                        Mt 5, 1-12a  

Hörbeiträge bereitgestellt von Thorsten Steinhoff

Einführung zum Evangelium

Kalle Lenz SAC


Evangelium, Volxbibelfassung

Lissy Eichert UAC


Predigt

Kalle Lenz SAC


Credo – Hope of the world

Gitarre / Gesang: Lissy Eichert UAC
Orgel-Begl.: Th. Steinhoff

 

 

Als Apostel Jesu leben

22.01.2017                        Mt 4,12-23        

Heute begegnet uns die 1. Predigt Jesu, ganz kurz: „Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.“ Mit Himmelreich ist nicht einfach der jenseitige Himmel nach dem Tod gemeint, sondern das Reich Gottes, jetzt und hier. Wie wir im Vater unser beten: „Dein Reich komme“.

Impuls

15.01.2017                        Joh 1, 29-34         

Dieser kurze Text aus dem 1. Kapitel des Johannes-Evangeliums fasst das Geheimnis von Weihnachten und Jesus komprimiert zusammen. Er gipfelt in dem Zeugnis: Er ist der Sohn Gottes. Und der Text hebt 2 Dinge hervor: Jesus als Lamm Gottes und die Taufe mit dem Heiligen Geist.

Lernen, aus dem Geist zu leben und dem Geist zu folgen

08.01.2017                        Mt 3,13-17         

Die Taufe Jesu ist ein Einschnitt in seinem Leben: nach dieser Geisterfahrung tritt Er öffentlich auf. Er verbindet seine Lehren mit dem Zeugnis seiner Werke: Befreiungen und Heilungen. Taufen heißt tauchen, eintauchen in Gott.  

Weihnachten 2016

24.12.2016                          

Weihnachten 2016 – das 1. postfaktische Weihnachten. Weihnachten 2016 – Jesus hat 2,2 Milliarden follower. Sorgen wir dafür, dass es noch mehr werden.

Jesus die Regie übergeben

20.11.2016                        Lk 23,35-43     

Auf der Tafel über dem Kreuz steht: INRI.  Bei einer Kirchenführung fragte mich jemand: ist das der Sponsor? Nein, es ist die lateinische Abkürzung für Jesus Christus König der Juden.

Impulsgedanken

13.11.2016                        Mal 3,19-20b  / Ev Lk 21,5-19

Was für ein Text?! Jesus beschreibt drastisch realistisch, was es in der Welt tragicherweise auch gibt. Ja, und wir leben aktuell in einer gruseligen Weltsituation.

Umkehr und Erneuerung: die wahre Reformation

30.10.2016                        Weish 11,22-12,2 / Ev Lk 19,1-10
Oft sagen Christen, auch Ordensleute heute: wir wollen keinen bekehren. Das hört sich gut an, so tolerant und frei. Und in der Tat hat das Wort Bekehrung ein Geschmäckle.

Impulsgedanken

15.10.2016                        Ev Lk 18,1-8
Die letzte Frage Jesu fetzt: Ja, wir erleben schon, wie gering der Glauben oft ist. Und konkret:wie wenig oft gebetet wird.

Impulsgedanken

11.09.2016                        Ev Lk 15, 1- 10

Doch interessant, wer in die „Hauskirche“ zu Jesus kommt: Zöllner und Sünder. Die Vertreter der etablierten Religion können nur mosern. Und es gibt sogar was zu Essen…Das heißt: Jesus pflegt Gemeinschaft mit ihnen.

„Party mit Jesus“

28.08.2016                        Ev Lk 14, 1.7-14                                

Von seinen Gegnern wurde Jesus „Fresser und Säufer“ genannt, das macht ihn doch irgendwie sympathisch. Er wird zum Essen eingeladen, die Atmosphäre ist kühl. Man beobachtet ihn genau. Auch Jesus schaut sich die Situation genau an, und durchbricht dann jede Etikette.

„Nur eines ist not-wendig“

17.07.2016                        Kol 1,24-28 / Lk 10,38-42                             

Viele ärgern sich über dieses Evangelium. Da nimmt Martha Jesus freundlich auf und mach sich viele Mühe und bekommt dann noch so eine Kritik. Nun, man kann jede Bibelstelle falsch verstehen, wenn man sie nur isoliert betrachtet. Nein: jede Bibelstelle ist wie ein Puzzleteil und erst im Gesamtbild erfassen wir das Ganze.

Für wen halten mich die Leute eigentlich?

19.06.2016                      Sacharja 12,10–11; 13,1                             

Die Antwort auf diese Frage Jesu an uns ist relativ einfach: Schau hin! Was siehst Du?
Was siehst Du, wenn Du in das Wort Gottes schaust?
Was zeigt sich im Blick auf die Geschichte des Volkes Israel?
Was zeigt die aktuelle Geschichte?
Wie schaust Du auf die Fragen Deines Lebens?

Die ganze Predigt als .pdf

 

In tiefere Berührung kommen

12.06.2016                     Gal 2, 16.19-21 / Lk 7,36-8,3                              

Was würde eigentlich passieren, wenn Jesus heute in unsere Gemeinde kommen würde? Schon rein äußerlich, wie manche sich ihn vorstellen mit langen Haaren und Bart, und vermutlich vom Straßenstaub gekennzeichnet als Wanderprediger.  Na und wenn er wie gewohnt Kranke heilen und Dämonen austreiben möchte?

 

Verwandlung

29.05.2016                     Lk 9,11b-17                     

Die Monstranz zeigt, worauf es ankommt. Nicht das vergoldete Äußere ist wichtig, sondern die Mitte. Leider schauen viele auf das Äußere, und bei vielen ist die Mitte leer. Das beklagen ja auch so viele: sie fühlen sich so leer. Diese Leere will gefüllt werden mit Jesus Christus. Dafür gilt es, Ihn immer wieder neu aufzunehmen. Das vollziehen wir z.B. mit jeder Kommunion.

Pfingsten 2016: Der Heilige Geist bringt die Liebe Gottes

Sie müssen jetzt tapfer sein. Was wir heute feiern ist ein Traditionsbruch. Weiterlesen…

Christus in mir

08.05.2016                     Apg 7,55-60 / Joh 17,20-26                 

Wir feiern unsere kirchlichen Feste wie Himmelfahrt und Pfingsten ja nicht aus Erinnerungsgründen, sondern damit der Inhalt heute unter uns geschieht. Jesus will uns mit Feuer und Heiligem Geist taufen. Er will, dass Sein Geist in uns Raum bekommt, damit wir Christus in seiner Vollgestalt darstellen. Unsere Berufung: „ein 2. Christus zu werden“, sagt Vinzenz Pallotti.

Die Seinen hören auf seine Stimme

17.04.2016                     Apg 13,14.43b-52 / Joh 10,27-30          
An diesem Sonntag beten wir um geistliche Berufungen. Wir können in der Lesung staunen, wie die ersten Christ*innen ihr Leben in den Dienst für das Reich Gottes stellten. Ja, wir alle sind berufen, dort wo wir sind, wo wir wohnen, arbeiten, die Freizeit verbringen, Apostel – Boten Gottes zu sein.

Die Liebe als Erkennungszeichen

24.04.2016                     Apg 14,21b-27 / Joh 13,31-33a.34-35             

„Daran sollen all erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.“Puh – da ist die Christenheit gespalten, und in vielen Gemeinden wird gestritten. Na, und privat und in der Verwandtschaft kann man ja auch oft einiges erleben….

Impulsgedanken

10.04.2016                     Joh 21,1-19
Die Osterevangelien beschreiben sehr menschenfreundlich, wie die Jünger*innen sich schwertun mit dem Osterglauben und von Jesus schrittweise weitergeführt werden von Kleinglauben und Zweifel hin zur echten Jesus-Nachfolge.

Die Kraft des Kreuzes – unser Glaube soll sich auf den Erweis von Geist und Kraft gründen

26.03.2016                     Lk 24,1-12

Sympathisch, wie die Osterevangelien die Glaubensschwierigkeiten und die Zweifel der ersten Jünger*innen beschreibt. Heute halten sie das Gerede der Frauen für Geschwätz und Petrus war nur verwundert.

„Es ist genug da, gebt Ihnen zu essen.“

24.03.2016                           Joh 13,1-15

Ein Zeugnis einer Missionarin in Mozambik hat mir das Geheimnis dieser heiligen Tage tiefer erschlossen. Sie arbeitet dort, um Kindern von der Straße ein zu Hause zu geben. Doch nach einigen Jahren war sie k.o. Sie betete zu Gott, dass sie gehen will.

 

Impulsgedanken

13.03.2016                            Joh 8,1-11

Dieses Ev passt wunderbar in das Jahr der Barmherzigkeit. Es offenbart, wie schräg es ist, wenn Männer einseitig eine Frau verurteilen. Es zeigt, welchen Herausforderungen Jesus ständig begegnet, weil man Ihn auf die Probe stellt mit dem Ziel Ihn zu verklagen.

 

Bringt Früchte hervor, die eure Umkehr zeigen

28.02.2016                            1 Kor 10,1-6.10-12 / Lk 13,1-9         

Als wir im Pfarrgemeinderat letzten Dienstag dieses Ev teilten, meinten mehrere: O, Jesus ist hier aber voll hart. Ja, Bibelstellen können uns sogar runterziehen, wenn wir nicht –wie in der Musik- die Vor-Zeichen beachten: Gott ist die Liebe, und Gott ist barmherzig.

Impulsgedanken „Menschenfischer“

07.02.2016                             1 Kor 15,1-11 / Lk 5,1-11

Der heutige Predigtsplitter ist den Impulsen unserer Hauskirchen entnommen.
„Menschenfischer“ – wir tun uns verständlicherweise schwer mit dem Wort.Natürlich ist es ein Wortspiel: vom Fischer zum Menschenfischer. Es geht inunserem Glauben immer um Menschen, nicht einfach um Prinzipien.

Mit und aus dem „Wort“ leben

31.01.16                                   Jer 1,4-5.17-19 / Lk 4,21-30                                                                      

Der letzte Sonntag im Januar heißt immer Bibelsonntag. Früher war es Katholiken untersagt, in der Bibel zu lesen, aus Angst vor Missbrauch. Nun, wie Heilige Bücher instrumentalisiert werden können, erleben wir.  

Impulsgedanken

17.1. 2016                                1 Kor 12,4-11 Joh 2,1-11

Der heutige Predigtsplitter ist dem Impuls unserer Hauskirchen entnommen:

Mit dem letzten Satz finden wir den Zielsatz: Jesus will seine Herrlichkeit offenbaren, damit seine Jünger an Ihn glauben. Darum dürfen wir vertrauen, dass Er auch heute unter uns Zeichen wirken will, damit wir stärker glauben lernen. Wie kommen wir zu solchen Zeichen? Nun, mit einem Problem (hier kein Wein mehr) wie Maria zu Jesus kommen und sich nicht gleich abwimmeln lassen. Sondern: Was Er uns sagt, das tun!!! Auch wenn es bekloppt erscheint, wie 6 Wasserkrüge mit Wasser zu füllen und zum Kosten dem Verantwortlichen zu bringen…dazu gehört Glaubensmut, Glaubensrisiko. Ja, und wie wissen wir heute, was Er uns sagt? Nun, die ganze Bibel ist voller Verheißungen und auch klarer Handlungsanweisungen. Es gilt, sie einfach auf unsere Themen und Probleme anzuwenden und auszuprobieren. Gefragt ist also nicht ein theoretisches Diskutieren, sondern ein praktisches Experimentieren. Vorschlag: einfach mal aus dem Antwortpsalm von diesem Sonntag Ps 96, 2 bis zum nächsten Treffen testen: „Singt dem Herrn und preist seinen Namen, verkündet sein Heil von Tag zu Tag“. Also Gott singend und lobend durch den Tag zu gehen (auch wenn es einem gar nicht danach ist) und sein Heil proklamieren…also nicht unsere Ängste und Sorgen und Befürchtungen verkünden, sondern Gottes Heil, Gottes Möglichkeiten, Gottes Segen. Bin sicher, dass viele beim nächsten Treffen Überraschendes zu erzählen haben…

Impulsfragen 1)
Was hindert mich daran, mit einem konkreten Problem zu Jesus zu gehen? 2) „Was Er euch sagt, das tut!“
Wo habe ich schon Zeichen erlebt, weil ich einfach mal ein konkretes Wort aus der Bibel zu leben versuche?

Die Hl. 3 Könige locken uns aus der Mittelmäßigkeit in das Abenteuer Gottes

06.01.16                                   Eph 3,2-3a.5-6 / Mt 2,1-12                                                          

Welch eine symbolträchtige Geschichte: die 3 Magier, wie es im griechischen Urtext heißt, stehen für die 3 damals bekannten Kontinente Asien, Afrika und Europa. Ein Magier kann verzaubern, verwandeln. Kein Wunder, dass daraus Könige wurden, denn mit Machtsymbolen kennt sich die Kirche leider oft besser aus als mit Verwandlungskünsten.

Die schönsten Weihnachtsgeschenke sind immer persönlich

03.01.16                                   Eph 1,3-6.15-18 / Joh 1,1-5.9-14                                                      

Und? Was haben sie von Gott zu Weihnachten bekommen? Na – und was haben Sie Jesus geschenkt?

In der Lesung stehen tolle Geschenke: „mit allem Segen seines Geistes“, „Gnade – er hat sie uns geschenkt in seinem geliebten Sohn“, „Geist der Weisheit und Offenbarung“, „welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt“.

Mit Gottes Verheißungen ins Neue Jahr

31.12.15                                   Num 6,22-27 / Lk 2,16-21                                                 

Für das Neue Jahr nehmen sich viele etwas vor: abnehmen, mehr Sport, mehr Zeit für die Freunde usw. Doch vielleicht stimmt das alte Sprichwort: „Der Weg zur Hölle ist mit 1000 Vorsätzen gepflastert.“  

Die neue Familie Jesu

27.12.15                                   Sir 3,2-6.12-14 / Lk 2,41-52                                            

Wenn wir heute eine Figur noch in die Krippe stellen wollen, könnten wir Harald Schmidt nehmen, der seine neue Rolle im Tatort so definiert: Gab es noch nie im Tatort – heterosexueller Mann, treuer Familienvater und katholisch.

2. Weihnachtsfeiertag – Stephanus lebt das Christus-Geheimnis und ist so Vorbild für uns

26.12.15                                   Apg 6,8-10; 7, 54-60 / Mt 10, 17-22                                   

Wenn wir auf die Krippe hier schauen, könnte man fast denken, da fehlt jemand: Helene Fischer….kleiner Scherz …aber heute kommt wirklich eine neue Figur: der Hl. Stephanus.

Heilige Nacht 2015       Statio

24.12.15                                                                       

Weihnachten 2015 – ein Wetter wie zu Ostern.

Weihnachten 2015 – in Bethlehem war auch heute wieder Gewalt.

Weihnachten 2015 – das Lageso hat einige Tage zu – ist das vielleicht eine Lösung?

Heilige Nacht 2015       Die Fleischwerdung Gottes heute durch uns

24.12.15                                   Jes 9,1-6 / Lk 2,1-14                                      

Wir alle leben in vielen Bedrängnissen. Doch kein Grund an Gott zu zweifeln, denn Herbergssuche, Flucht nach Ägypten, Kindermord : Maria und Joseph sind treu ihren Weg mit Gott weiter gegangen, und das „Wunder Jesus“ konnte geschehen.

4. Advent – Wie das Wort Gottes heute Fleisch werden kann

20.12.15                                   Hebr 10,5-10 / Lk 1, 39-45                                    

Advent – Die Ankunft Gottes in unser Leben. Weihnachten – die Inkarnation des Wortes Gottes. Wie können wir das heute erleben – inmitten aller Bedrängnisse dieses Lebens?

3. Advent Gaudete – Freuet euch

13.12.15                                   Phil 4,4-7          Lk 3,10-18                              

Der heutige Predigtsplitter ist dem Impuls unserer Hauskirchen entnommen:

Die Frage “Was sollen wir tun?“ bewegt uns oft. Die Antwort ist nicht immer leicht, doch wir können staunen, welch konkrete Antworten Johannes gibt.

Kopf hoch mitten im Chaos

15.11.15                        Hebr. 10,11—14.18 / Mk 13, 24-32                                 

Der heutige Predigtsplitter ist dem Impuls unserer Hauskirchen entnommen:

Am Ende des Kirchenjahres und zu Beginn des neuen, also am Anfang des Advents, begegnen uns in den Evangelien sogenannte „apokalyptische Texte“.
Apokalypse bedeutet Offenbarung, und diese Texte beziehen sich meist auf die Endzeit.  

Jesus ist da zu retten, nicht zu richten… und wir?

08.11.15                        1 Kön 17, 10-16 / Mk 12, 38-44                      

Immer wieder können wir staunen, welch guter Beobachter Jesus ist. Er durchschaut auch die Scheinheiligkeit und Heuchelei des religiösen Establishments und zeigt einen Blick gerade für die, die andere gerne übersehen, hier die Witwe.

Verkündet sein Heil von Tag zu Tag

25.10.15                        Jer 31, 7-9 / Mk 10, 46-52               

„Verkündet sein Heil von Tag zu Tag“, dieses Psalmwort steht diesmal über den Weltmissionssonntag. Haben Sie gestern sein Heil verkündet? Zumindest vorgestern? Hm…Sind Sie bereit, es heute und morgen zu versuchen?

Wie können wir Versuchungen überwinden?

18.10.15                        Hebr 4,14-16 / Mk 10, 35-45         

In der Lesung heißt es, dass Jesus in allem versucht wurde….so dass Er mitfühlen kann mit unserer Schwäche.
Die Bibel kennt 3 Grund-Versuchungen, denen wir jeden Tag begegnen: gelten wollen, genießen wollen, haben wollen; auch genannt : Augenlust, Fleischeslust und Hoffart des Lebens.  

11.10.2015

(Weisheit 7,7-11 / Ev: Mk 10, 17-30)

Heute ist der Predigtsplitter aus unserem Impuls für unsere Hauskirchen genommen.
Dieses Evangelium halte ich für uns, die wir alle ja mit Jesus irgendwie unterwegs sind, für sehr bedeutsam. Es ist die Frage, auf welchem Niveau wir als Christen leben wollen, und ob wir wirklich bereit sind, im Glauben zu wachsen.

Göttliche Gedanken denken lernen, göttliche Wege suchen  

13.09.15                        (Jak 2,14-18 / Ev Mk 8,27-35   )     

Ein Glaube ohne Werke ist tot, schreibt Jakobus. Ich kann nicht zu einem Armen sagen „geh in Frieden“, und gebe ihm nicht, was er braucht. Ja so aktualisiert dies Papst Franziskus: Jede Gemeinde und jede geistliche Gemeinschaft soll zumindest eine Flüchtlingsfamilie aufnehmen.

Predigt zum 22. Sonntag im Jahreskreis 

30.08.15                        (Ev Mk 7,1-8. 14-15 21-23)     

Der heutige Predigtsplitter ist dem Impuls der Hauskirchen zu diesem Evangelium entnommen. In diesem Text hinterfragt einerseits Jesus unsere Religiösität, und dann konfrontiert Er unsere menschlichen Schattenseiten, was da von innen so alles rauskommen kann.

Predigt zum 16. Sonntag im Jahreskreis 

19.07.15                        (B, Jer 23, 1-6)     

Wenn es Ihnen wie mir geht, dann sind Sie vielleicht von den zahlreichen Schafsgeschichten, Schafsbildern und Schafsvergleichen, die sich in der Heiligen Schrift finden, manchmal etwas genervt, wenn nicht gar ein wenig beleidigt.

Impulsgedanken

 12.7. 2015                       Mk 6,7-13

 Die Variante mit den 72 anderen aus Lk 10,1-9 experimentieren Micha Lück und ich ja diesen Sommer (s. Anlage – also wer sich noch berufen fühlt?).

In und mit Jesus geschieht neue Schöpfung

21.06.15                        2 Kor 5,14-17 / Mk 4,35-41      

Wer kennt das nicht: So ein plötzlicher Wirbelsturm mitten im Alltag, das Wasser steigt langsam bis zum Hals…und man denkt voller Panik? Wo ist denn Gott? Pennt der?

Göttliche Samenkörner einsetzen

14.06.15                         2 Kor 5,6-10 /Mk 4, 26-34  

Jesus benutzt gerne Gleichnisse und Bilder, und die meisten haben etwas mit Wachsen zu tun. Heute richtige Mutmacher: ein kleines unscheinbares Korn, daraus kann Großes entstehen.

Willen Gottes: Vom Kopfkino zum befreienden Leben

06.06.15                          2 Kor 4,13-5,1 Mk 3,20-35

Der heutige Predigtsplitter ist dem Impuls unserer Hauskirchen entnommen. Jesus ging in ein Haus…ja Hauskirche. So viele Leute, Jesus und seine Jünger kamen nicht mal zum Essen. Seine Angehörigen, Maria ist dabei, halten ihn für durchgeknallt.

Zusammen sind wir stark

30.05.15         Mt 28,16-20

Zusammen sind wir stark, so lautet das Motto unserer Erstkommunion. Ja, Kommunion heißt Gemeinschaft, und unser Gott ist in sich selber Gemeinschaft und Beziehung, denn Gott ist ja die Liebe…und Liebe ist nie allein.

Der Hl. Geist ist unser Plus

24.05.15         Apg 2,1-11 / Joh 20,19-23  

Das NT kennt so Ausdrücke wie „vom Geist erfüllt“, „voll des Hl. Geistes“. Wenn wir ehrlich sind, wissen wir, dass bei uns allen da noch Luft (Geist) nach oben ist. Sogar bei den Jüngern: 3 Jahre mit Jesus zusammen, 40 Tage lang Ostererfahrungen gesammelt und dennoch sagt Jesus: „Wartet, bis Ihr mit der Kraft aus der Höhe erfüllt werdet“. 

Ein Glaube, der durch Zeichen bekräftigt wird

14.05.15          Apg 1,1-11  Mk 16,15-20

Der Predigtsplitter ist dem Impuls für unsere Hauskirchen entnommen. Ja wir leben zwischen Christi Himmelfahrt und Wiederkunft. Lustig, wäre Jesus mit Lichtgeschwindigkeit losgeflogen, wäre er heute noch nicht am Ende des Kosmos…wobei wir gar nicht wissen, wo das eigentlich ist.

Loslassen und Zulassen

10.05.15          Apg 10, 25f; 34f; 44-48    Joh 15, 9-17

In der Musik geben ja die Vor-Zeichen die Tonart an.
Heute möchte ich die Bibelstellen einfach deuten unter den Vor-Zeichen „Zulassen und Loslassen“.

In der Lesung ist ja das Verrückte, nicht nur dass die Heiden den Hl. Geistüberhaupt empfangen, das war schon schwer zu verstehen für die Judenchristen, sondern sogar schon vor der Taufe…puh..der Geist weht, wo Er will…

Zeugen Jesu sein

19.04.15          Apg 3,12a13-15.17-19 / Lk 24,35-48                   

Die Osterevangelien und die Apostelgeschichte lohnen sich, sie in dieser Osterzeit auch privat zu lesen und zu betrachten. Wunderbar beschreiben sie, wie aus Angsthasen Osterhasen werden. Der Prozess, wie durch Zweifel und Unglauben hindurch sie dran bleiben, bis sie wirklich mit der Kraft des Hl. Geistes erfüllt sind.

Der Auferstandene begegnet uns im Lebendigen Wort

12.04.15          Apg 4,32-35 / Joh 20,19-31        

Immer wieder fragen Menschen, wie kann ich heute österliche Erfahrungen mit Jesus machen? Eine Möglichkeit ist, Ihn durch Worte der Bibel zu mir sprechen zu lassen. Denn Jesus ist in der Tat das Mensch und Fleisch gewordene Wort Gottes und will heute in und durch uns Fleisch werden in dieser Welt. Darum bietet sich an, jetzt in der Osterzeit täglich in den Osterevangelien und in der Apostelgeschichte zu lesen.

Ostern 2015 – ressurectio continua 1 Auferstehung in Jetzt-Zeit
„Es muss schön sein, glauben zu können.“

Persönlich hat mich ein Bekenntnis des Schriftstellers Michel Houellebecqs, Autor des Romans „Die Unterwerfung“ getroffen, ja sehr getroffen. „Es muss schön sein, glauben zu können.“. Er selbst sei aber „metaphysisch obdachlos“. Predigtfortsetzung als pdf.

Wie Erlösung praktisch zum Wirken kommt

03.04.15 (Karfreitag)         Jes 52, 13-53,12 / Hebr 4, 14-16; 5, 7-9 / Joh 18,1-19, 42        

Viele fragen sich, wieso der Kreuzestod Jesu erlösend für uns Menschen sein soll. In der Tat, werden wir diese Frage weniger im Kopf beantworten können, sondern indem wir uns konkret darauf einlassen.   Nach den Aussagen unserer Bibel bewirkt die Hingabe Jesu für uns Sündenvergebung, Heilung und den Zugang zum Ewigen Leben.

Den neuen Bund leben

02.04.15 (Gründonnerstag)         Ex 12, 1-8.11-14 / Joh 13,1-15                                                 

Fußwaschung, Abendmahl, morgen Kreuzverehrung: Ich war positiv verwundert, wie ein freikirchlicher Verein für Glaube und Heilung dies täglich praktiziert. Täglich Abendmahl ist bei evangelischen Christ*innen eher ungewöhnlich: Sie machen es, weil sie jeden Tag sich füllen lassen wollen mit dem Leben Jesu.

Das Geheimnis des Weizenkornes

22.03.15          Hebr. 5, 7-9 / Joh 12, 20-33                                               

Am 5. Fastensonntag begehen wir immer unsere Misereor-Aktion, diesmal für das Schwerpunktland Philippinen. Misereor heißt: Ich erbarme mich…und das sagt Gott in der Bibel. Und als seine Nachfolger*innen sollten wir auch Menschen sein, die sich erbarmen. Die also konkret teilen und geben.

Laetare – Freue Dich

15.03.15          Joh 3, 14-21                                               

Der heutige Splitter ist dem Impuls für unsere Hauskirchen entnommen.

Welch ein positives Gottesbild! Nicht richten, retten! Gott hat uns Jesus aus Liebe geschenkt mit dem Ziel: ewiges Leben!

Die Freude an Gott ist unsere Kraft

08.03.15          Ex 20, 1-17 / Joh 2, 13-25                                            

Diese Fastenzeit steht ja für uns unter dem Leitgedanken, sich vom Geist treiben zu lassen zu einer neuen Lust am Herrn und einer tieferen Gotteserkenntnis. Wie passen dazu die Tempelreinigung und die 10 Gebote?

Fasten heißt umkehren zu einem erneuerten Leben

22.02.15          Mk 1,12-15                                         

Der heutige Splitter ist dem Impuls für unsere Hauskirchen entnommen
So kurz das Evangelium, so voll ist es und hat 2 unterschiedliche Teile: die Versuchung Jesu und sein 1. öffentliches Auftreten.

Schritte zur Heilung

15.02.15             1 Kor 10,31-11,1 / Mk 1,40-45                                  


Liebe Freunde, liebe Feinde,
liebe närrische Gemeinde.

Ja Jesus ist ein Genie,
welch eine Werbestrategie.

Welches Gottesbild hast du?

25.01.15           1 Kor 7, 29-31 / Mk 1, 14-20                                       

Der letzte Sonntag im Januar ist immer auch Bibel-Sonntag, und wir feiern ja den Gedenktag unseres Gründers Vinzenz Pallotti nach. Schon stark, der Todestag eines Heiligen ist meist sein Gedenktag, weil es der Geburtstag in den Himmel ist. Da drückt sich Glauben aus.  

Was willst Du? Zurück geben!

18.01.15

Was wollt Ihr? … wie oft dreht Jesus sich um und stellt genau diese Frage!
Beispielsweise in der Begegnung mit dem blinden Bettler Bartimäus. Er schreit hinter Jesus her „Sohn Davids, JESUS, hab Erbarmen mit mir!“ –
– und obwohl Jesus ja ganz offensichtlich sieht, worum es geht, fragt er: „Was soll ich dir tun?“

Die gesamte Predigt als .pdf hier.

Von welchem Geist lassen wir uns treiben?

11.01.15           Jes 42, 5a1-4.2-6 / Mk 1,7-11                               

Wir alle sind betroffen und geschockt durch die Terroranschläge. Das hat weniger mit dem Islam zu tun, sondern mit Hass. Hätten die Menschen wirklich Allah (Gott) in ihrem Herzen, würden sie so etwas nie tun. Doch fragen wir uns für unseren Alltag: von welchem Geist lassen wir uns leiten?

Gott spricht mit uns

06.01.15           Eph 3, 2-3a5-6 / Mt 2,1-12              

In der Weihnachtszeit feiern wir das menschgewordene Wort Gottes. Gott ist das Wort (logos – Geist, Sinn), durch das alles geworden ist. In Ihm ist das Leben und das Licht der Menschen.
Die 3 Weisen haben dies Licht gesucht. Stark, wie sie der Sehnsucht ihres Herzens folgen und den Mut haben, aufzubrechen und sich auf einen langen Weg machen.  

Sich beschneiden lassen, um mehr Früchte zu bringen

31.12.14           Num 6,22-27 / Lk 2,16-21    

Als ich im inneren Dialog fragte, worüber die Silvesterpredigt gehen soll, kam überraschend das Wort: Beschneidung. Als ich darüber betete, kamen Impulse, was dies heute für uns bedeuten kann. Jesus wurde am 8. Tag beschnitten, die Beschneidung war das Bundeszeichen, das man zu Gott gehört.  

Fest der Hl. Familie

28.12.14            Kol 3, 12-17 Die Krippe als Familienaufstellung
Lk 2,22.39f. Die Bibel als Familienbuch

Tja, die Krippe ist eine interessante Familienaufstellung. Als Ochs, Esel oder Schaf erkennt man sich schnell mal wieder…noch schneller manchmal andere. Von Maria können wir lernen, alles im Herzen zu bewegen. Von Joseph, auf seine Träume zu achten. Als Mann Verantwortung zu übernehmen, ohne sich in den Vordergrund zu spielen. Was macht den Mann zum Mann?

Gott will Gemeinschaft

24.12.14

Warum ist Gott eigentlich Mensch geworden?

Unser christliches Gottesbild sagt, dass Gott die Liebe ist. Liebe ist nie gern allein, liebt immer ein Du und will zum großen Wir. In der ganzen hebräischen Bibel (AT) kommt dies zum Ausdruck: Ich will euer Gott sein, Ihr mein Volk. Aber das ist oft gescheitert. Die Israeliten kehrten Gott oft den Rücken. Ein Theologe drückt es treffend so aus: Gott will Gemeinschaft, die Menschen wollen Gesetze und Rituale….

Aus der Statio der Christmette:

Weihnachten 2014 – wir sind immer noch Weltmeister.
Weihnachten 2014 – diesmal ohne Bischof in Berlin – geht irgendwie auch. Aber auf den aktuellen Papst wollen wir nicht verzichten.

Die Freude an Gott ist unsere Kraft 

14.12.14            1 Thess 5,16-24   /  Joh 1,6-8.19-28

Johannes weiß, wer er ist und wer er nicht ist. Er ist der Rufer in der Wüste, aber nicht der Erlöser. Auch für uns ist gut, wenn wir wissen, wer wir sind und wer wir nicht sind. Ich bin nicht nur ein höher entwickeltes Tier, das bin ich auch, aber ich bin auch ein Kind Gottes….und ich sage auch gern: ein Gottesfreund. Persönlich gern: ein Gottes Clown.

Wach sein gegen Versuchungen 

30.11.14            Mk 13, 24-37                       

Die Botschaft Jesu ist klar: Seid wachsam. Er spricht von großer Not, Vergänglichkeiten und Erschütterungen –alles, was wir aus dem Leben und den Nachrichten kennen, und fordert auf: seid wachsam.

Ein Königreich der anderen Art

23.11.14            Ez 34, 11-12.15-17 / Ev Mt 25, 31-46                

Ein König lebt in einem Palast und trägt eine goldene Krone…Jesus kam in einen Stall auf die Welt, hatte in seinem öffentlichen Leben keinen Platz, wo Er sein Haupt hinlegen konnte und trug nur eine Dornenkrone. Jesus ist anders….einige Vertreter der Kirche leben dagegen wirklich wie Fürsten.

Wachse mit deinen Talenten

16.11.14            1 Thess 5,1-6 / Mt 25,14-30     

Reich Gottes Gleichnisse sind fast immer Wachstums-Gleichnisse. Das Gleichnis mit den Talenten könnte man ohne Reich Gottes leicht kapitalistisch missverstehen. „Wer hat, dem wird gegeben.“ Was meint Reich Gottes? Dass Gottes Willen wirklich geschehen darf, wie wir beten: „Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.“

Tempelreinigung heute

09.11.14            1 Kor 3,9c-11.16f / Joh 2, 13-22    

Ein geschichtsträchtiges Datum. In der Reichspogromnacht wurden die Synagogen angezündet und kurze Zeit später die lebendigen Steine, die Juden vergast. Vielleicht gibt es ja einen geistigen Zusammenhang, dass 51 Jahre nach dieser schweren Schuld das Leid des geteilten Landes wie durch ein Wunder aufgehoben wurde und die Mauer aufging. 

„Wandle vor mir und sei ganz“

01.11.14            1 Joh 3,1-3  /   Mt 5, 1-12

So spricht Gott zu Abraham. Ganze, heile Menschen werden. Also nicht nur älter…und vielleicht bitterer, frustrierter, sondern wirklich heil-iger. Das ist unser „Jünger-Werden-Programm“. „Ganz ganz“ sozusagen, würde Johannes Hartl sagen.

Verkündigung mit Macht und Hl. Geist und voller Gewissheit

19.10.14            Mt 22, 15-21  / 1 Thess 1,1-5b
„Das Werk eures Glaubens, die Opferbereitschaft eurer Liebe, die Standhaftigkeit eurer Hoffnung“                                                

Unser menschliches Leben ist voller Bedrängnisse. Aktuell ganz grausam: Ebola, Terror und Krieg und die Flüchtlingsdramen. Jesus im Evangelium wird eine Falle gestellt, mit der er später bei seiner Verhaftung konfrontiert wird. Paulus erlebt ständig Widerstände bis hin zu Misshandlungen.

Es lohnt sich, göttliche Einladungen anzunehmen

12.10.14            Phil 4,12-14.19-20 / Mt 22, 1-10                                                        

Verrückt: Es wird zur Hochzeit geladen – und keinen interessiert es.

Nun: das Bild der Hochzeit zeigt, dass Gott Liebe ist. Mehr noch, wie die Mystiker*innen betonen: Gott will mit uns die innere Vereinigung. Vinzenz Pallotti konnte den Tag nennen, als er das erlebt hatte.