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Pallotti-Mobil bei Startsocial erfolgreich Bundeskanzlerin überreicht Urkunde

Mitte Juni hat Bundeskanzlerin Angela Merkel im Rahmen der Initiative Startsocial den Verein „Pallotti-Mobil – Bedürftige helfen Bedürftigen“ zusammen mit 25 weiteren Projekten mit einer Urkunde ausgezeichnet. Pallotti-Mobil-Geschäftsführer Klaus Schneider und Gisela Dohrn, die zum Zeitpunkt der Beratung das Büro leitete, nahmen den Preis für das Team entgegen.pallotti-mobil-angela

Startsocial

Bei Startsocial beraten Profis aus der Wirtschaft ehrenamtlich drei Monate lang gemeinnützige Projekte. 400 Initiativen bundesweit hatten sich beworben, 100 durchliefen den Beratungsprozess, die 25 besten wurden geehrt, darunter Pallotti-Mobil. Startsocial wurde von Stiftungen großer Unternehmen wie Vodafone oder McKinsey gegründet. Mit dem Wissenstransfer soll das Ehrenamt gestärkt werden. „Hilfe für Helfer“, lautet das Motto der Aktion.

„Wir freuen uns über die Anerkennung und die Unterstützung“, sagt Klaus Schneider von Pallotti-Mobil. „Unser Ziel war, die Büroorganisation in eine vernünftige Struktur zu bringen, mit klaren Verantwortungsbereichen, Abläufen und Dateien. Wir haben jetzt ein gutes Ergebnis und halten uns täglich daran.“

Wissenstransfer

Coach, Markus Alberth, bei der Deutschen Bank im Kreditwesen tätig, hat die Aufgabe für Startsocial ehrenamtlich übernommen. „Herr Alberth hat uns sehr gut beraten“, sagt Klaus Schneider. „Er hatte Spaß an Pallotti-Mobil und viele Ideen für uns entwickelt.“ Die Beratung war „eine Chance für uns und ein großartiger Prozess“, sagt Gisela Dohrn. „Wir wollten mit personellen Engpässen besser umgehen können und Perspektiven haben.“

Alle haben viel Zeit für das Qualitätsmanagement investiert. Der Profi aus der Wirtschaft hat sich auf ein gemeinnütziges Projekt eingelassen und die Profis für den gemeinnützigen Bereich setzten sich mit seiner wirtschaftlichen Denkweise auseinander. „Das war eine Umstellung für uns, aber wir wollen ja schließlich, dass sich das Projekt trägt und eine Zukunftsperspektive hat“, sagt Klaus Schneider und Gisela Dohrn fasst die Erkenntnisse aus der Beratung zusammen: „Wir können jetzt bei Pallotti-Mobil Entscheidungen bewusster treffen. Denn wir haben eine genauere Vorstellung davon, welche Konsequenzen eine unternehmerische Entscheidung hat.“

Geplant war noch ein zweiter Teil zum Thema Fundraising, der kurzfristig wegfallen musste. Das bedauern die Verantwortlichen von Pallotti-Mobil sehr, denn es werden dringend Förderer gesucht, damit beispielsweise eine Büroleiterstelle längerfristig finanziell gesichert werden kann. ec

 

Stellenangebot

Position Büroleitung

Pallotti-Mobil e.V. ist eine gemeinnützige Organisation, die bedürftigen Menschen hilft, ihren Wohnraum lebenswert zu gestalten. Wir unterstützen Menschen mit sehr geringem Einkommen, alleinerziehende Frauen und Menschen in besonderen Notlagen bei Umzügen und Montagearbeiten, bei Reparatur- und Transportarbeiten für ihre Wohnungen.

Wir arbeiten auf Grundlage von Nächstenliebe und Toleranz entsprechend dem christlichen Menschenbild.

Wir suchen eine Person (m/w), die unser Büro in Neukölln mitorganisiert. Eine Religionszugehörigkeit ist nicht erforderlich, aber die Akzeptanz unserer Grundsätze.

Die Aufgaben umfassen: Büroorganisation, Personalverwaltung, Verwaltung der Beschäftigungsmaßnahmen, Betreuung der Auftraggeber, Kontrolle von Angeboten, Rechnungen sowie Öffentlichkeitsarbeit.
Verantwortung: Aktenhaltung, IT-Datenstruktur, Qualitätsmanagement, Büromaterial, Terminplanung und Ablauforganisation

Wir wünschen uns einen Menschen mit Erfahrung in Büroabläufen, besonderem Organisationstalent und  Stressbelastbarkeit, der selbstständiges Arbeiten gewohnt ist.

Wir bieten eine 30-Std.-Stelle (Di – Fr) auf Basis des Bundesfreiwilligendienstes (monatl. ca. 200,-€ Taschengeld), ein lockeres und buntes Team mit vielen Herausforderungen und neuen Aufgaben . Über den Bundesfreiwilligendienst (INVIA) erhalten Sie regelmäßige Schulungen. Die Stelle ist auch geeignet für RentnerInnen oder AlgII-Empfänger. Sie ist auf 18 Monate befristet.

Für die gesuchte Stelle nehmen wir auch gern eine regulär bezahlte 20-Stunden-Stelle. Dafür brauchen wir nur die notwendigen Sponsoren.

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+++Presse+++

„So was wie eine Familie…“

ein Artikel von Juliane Bittner über Frank Stolzenburg bei Pallotti-Mobil

Frank Stolzenburg

Frank Stolzenburg kurvt gekonnt mit seinem Rollstuhl durch die Bürotür. Er kennt sich aus im Pfarrhaus der Gemeinde St. Christophorus in Berlin-Neukölln. „Obwohl ich in Kreuzberg wohne, aber das nimmt sich nicht viel“, sagt er und lacht. Seit 1990 lebt er hier. Geboren wurde er in Stade, südwestlich von Hamburg, „dort, wo es gutes Obst gibt“. Die Vater ist Gärtner, die Mutter Raumpflegerin, sie putzt in einem Kindergarten. 1969, Frank ist drei Jahre alt, ziehen die Eltern nach Westberlin.
Als Frank mit zweieinhalb Jahren zwar krabbeln, doch noch immer nicht laufen kann, stellen die Ärzte eine infantile Cerebralparese fest: Lähmungserscheinungen der Beine, gestörte Feinmotorik der Hände. Die Ursache für solche Bewegungsstörungen liegt in einer frühkindlichen Hirnschädigung: Bei der Geburt hatte sich die Nabelschnur um den Hals des Kindes gelegt und die Sauerstoffzufuhr des Gehirns behindert. Obwohl seine Eltern mit ihrem Baby von Arzt zu Arzt liefen, wurde die Behinderung erst spät, zu spät erkannt. Schlussendlich erhielten sie die bittere Nachricht: Ihr Sohn ist körperbehindert – mit allen physischen wie psychischen Belastungen, die eine solche Diagnose nach sich zieht. Keine leichter Start ins Leben für Frank. Und für die Eltern ein Schock: Sie werden zeitlebens ein behindertes Kind haben. Dazu kommt, dass die Mutter krank ist, oft ins Krankenhaus muss, und der Vater dann Arbeit und Familienalltag allein zu bewältigen hat.